Gynäkologie, Infektionsdiagnostik

G-BA streicht Screening auf asymptomatische Bakteriurie im Rahmen der Mutterschafts-Richtlinien

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat folgende wichtige Änderung der Mutterschafts-Richtlinien beschlossen: Eine regelhafte Urinuntersuchung auf asymptomatische Bakteriurie bei allen Schwangeren wird nicht empfohlen.

Urinproben im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge und der Nachsorge nach der Entbindung werden künftig ausschließlich auf Zucker und Eiweiß untersucht. Gleichzeitig wird der Hinweis auf ggf. erforderliche bakteriologische Untersuchungen konkretisiert, indem beispielhaft besondere Risiken genannt werden, bei denen die Durchführung bakteriologischer Urinuntersuchungen erforderlich sein kann (z. B. bei auffälligen Symptomen, rezidivierenden Harnwegsinfektionen in der Anamnese, Z. n. Frühgeburt, erhöhtem Risiko für Infektionen der ableitenden Harnwege).

Der G-BA folgt damit auch der aktuellen S3-Leitlinie zu Prävention und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten von 2017. Diese Änderung ist ab sofort für alle GVK Versicherten wirksam, da für die Umsetzung keine Anpassung der Gebührenordnungsposition (GOP01770) im EBM erforderlich ist.

Der Beschluss des G-BA vom 22. März 2019 zum Wegfall des Urinsedimentes im Rahmen der Mutterschafts-Richtlinie trat zum 28. Mai 2019 in Kraft.

Der Beschluss des G-BA ist unter diesem Link zugänglich.

Aktuelles

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Fortbildung: Rationelle Antibiotikatherapie in der Arztpraxis 02.10.2019

Patienten mit schweren Infektionen, die sich mit den verfügbaren oral wirkenden Antibiotika nicht mehr behandeln lassen und stationär aufgenommen werden müssen, stellen uns Ärzte vor zunehmend schwierige Probleme. Ein sorgsamer und zielgerichteter Einsatz von Antibiotika ist daher zwingend notwendig.

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Passau: Neun Menschen im nördlichen Landkreis am Hantavirus erkrankt 12.08.2019

Mehrere Krankheitsfälle durch Hantaviren sind derzeit ein beherrschendes Thema in Fürstenstein (Landkreis Passau). Das andere ist der noch immer ungeklärte Tod eines 26-Jährigen. Die Vermutung im Ort: Der junge Mann könnte am Hantavirus verstorben sein.

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Lyme-Borreliose-Studie 24.07.2019

Lyme-Borreliose (LB) ist die am häufigsten durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Deutschland. Bayern ist eines von 9 Bundesländern, in denen es eine Meldepflicht für LB gibt. Das LGL führt in diesem Sommer eine Studie zur Lyme-Borreliose durch.

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