TDM, Diagnostik

Pharmakogenetik (PGx)

Die Pharmakogenetik befasst sich mit dem Einfluss von genetischen Unterschienden auf die Wirkung von Arzneimitteln. Hierzu kann neben den beiden wichtigsten Genen CYP2D6 und CYP2C9 ein komplexes Genpanel untersucht werden. Die Auswertung und Befundung erfolgt mit einem Expertensystem, das den Einfluss der Genotypen auf die Wirkung der Arzneimittel-metabolisierenden Enzyme beurteilt.

Pharmakogenetische Analysen dienen sowohl zur prädiktiven Therapieplanung als auch zur Therapieüberwachung, wenn die begründete Annahme besteht, dass genetische Eigenschaften eine Bedeutung für die individuelle Sicherheit und Wirksamkeit oder die Dosierung eines Arzneimittels haben. Beispiele für betroffene Medikamentengruppen sind Psychopharmaka (insbesondere bei Depression), Betablocker, Opioide und spezifische Medikamente bei Behandlungen in der Onkologie (z. B. Immunmodulatoren, 5-Fluorouracil).

Vorteile der pharmakogenetischen Diagnostik sind u. a.:

  • Dosisanpassung kann schneller und effektiver erfolgen (z. B. Antidepressiva)
  • Verringerung von Nebenwirkungen durch toxische Wirkstoffkonzentrationen (z. B. bei Chemotherapie)
  • Aufklärung von Therapieresistenzen

Außerdem gibt es eine zunehmende Anzahl von Medikamenten, bei denen bereits die Fachinformation auf genetische Aspekte der Wirksamkeit und Verträglichkeit hinweist und bei denen eine genetische Analyse zwingend vor Therapiebeginn erforderlich ist.

Die pharmakogenetische Diagnostik wird bis auf wenige Ausnahmen bisher nicht im EBM abgebildet. Deshalb erfolgt die Abrechnung direkt mit dem Einsender (z. B. Krankenhäuser) oder mit den Patienten und Patientinnen als Selbstzahlerleistung (IGeL).

Weiterführende Informationen finden Sie in dem entsprechenden LaborAktuell.

Aktuelles

Laborrelevante Neuerungen der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom 01.10.2025
Die S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom Version 8.0 wurde im Juli 2025 veröffentlicht und bringt wichtige Neuerungen in Bezug auf Früherkennung, Diagnostik und Therapie (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/043-022OL). Hiervon ist auch die Labordiagnostik betroffen.
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Lipoprotein (a) 30.07.2025
Herzgesundheit beginnt mit präziser Diagnostik! Früh erkennen. Risikofaktoren reduzieren. Leben retten.
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Methodenumstellung TDM 18.02.2025
Von Januar bis April 2025 erfolgt am MVZ Labor Passau GmbH im Bereich TDM eine sukzessive Umstellung der bestehenden Methoden auf die Analyse mittels LC-MS/MS (siehe Auflistung unten). Wir passen die Laborroutine somit dem aktuellen Stand der Technik an, wodurch sie eine Vielzahl an Vorteilen nutzen können. Im Zuge dessen werden zukünftig deutlich mehr Medikamentenspiegel direkt an unserem Standort in Passau abgearbeitet.
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